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Die gezielte Kraft der Strahlentherapie gegen Brustkrebs.

Für die Therapie von Brustkrebs-Patientinnen arbeiten wir eng mit dem zertifizierten Brustkrebszentrum am Diakonie-Klinikum Stuttgart sowie den niedergelassenen Ärzten für Frauenheilkunde zusammen.

Im interdisziplinären Tumorboard des Brustkrebszentrums erarbeiten die Frauenärzte des Brustzentrums gemeinsam mit den Strahlentherapeuten, Radiologen, Pathologen und Internisten die besten Therapiekonzepte für jede einzelne Patientin nach den aktuellen internationalen und nationalen Leitlinien.

 

Strahlentherapie nach brusterhaltender Operation

Nach einer brusterhaltenden Operation soll die verbliebene Restbrust mit der angrenzenden Brustkorbwand bestrahlt werden (siehe: http://leitlinienprogramm-onkologie.de/Brustkrebs.70.0.html). 

Ziel dieser Nachbehandlung ist es, möglicherweise verbliebene Tumorzellen abzutöten und damit das Wiederauftreten der Erkrankung (Rezidiv) zu verhindern (EBCTCG 2011, Lancet 378: 1707-1716).

Zur Vorbereitung einer Brustbestrahlung wird ca. eine Woche vor dem eigentlichen Bestrahlungsbeginn eine CT-Untersuchung durchgeführt und ein individueller Bestrahlungsplan für jede betroffene Patientin erstellt.
 
Bei der Bestrahlungsplanung legen wir besonderen Wert auf die exakte Erfassung des gesamten Zielvolumens bei maximaler Schonung der Risikoorgane (v.a. Lunge und Herz).

Die Bestrahlung beginnt ca. vier bis sechs Wochen nach der Operation, erfolgt in der Regel über ca. fünf bis sechs Wochen und findet fünfmal pro Woche an den Werktagen statt. Die Bestrahlung selbst dauert nur wenige Minuten. Um mögliche Lageänderungen der zu bestrahlenden Brust zu erkennen und zu korrigieren, werden in regelmäßigen Abständen Kontrollaufnahmen direkt vor der Bestrahlung angefertigt.

Bei der sogenannten Boostbestrahlung erhält das ehemalige Tumorbett eine etwas höhere Gesamtdosis als die Restbrust. Dadurch wird das Risiko eines Brustkrebs-Rezidivs weiter gesenkt. Ob die Boostbestrahlung nach der Bestrahlung der ganzen Brust oder auch als simultan integrierter Boost (=SIB) erfolgt, wird mit jeder Patientin bereits im ersten Beratungsgespräch in unserer Ambulanz besprochen.

Die intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT) ist eine besondere Bestrahlungstechnik, bei der die Bestrahlung kontinuierlich dem Zielvolumen angepasst, also moduliert wird. Im Fall besonderer anatomischer Gegebenheiten wird diese Spezialtechnik angewendet um Unter- oder Überdosierungen zu vermeiden.

 

Strahlentherapie nach Brustentfernung (Mastektomie)

Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch nach Entfernung der Brustdrüse eine Bestrahlung der Brustkorbwand notwendig. Sie senkt das Risiko, dass der Tumor vor Ort wieder auftritt. Bei Hochrisikopatientinnen wird damit auch die Lebensdauer signifikant verlängert.

Patientinnen mit folgenden Tumoreigenschaften profitieren von einer Bestrahlung nach Mastektomie:

  • großer Tumor (T3 oder T4)

  • wenn mehr als 3 Lymphknoten befallen sind

  • wenn der Tumor nicht im Gesunden entfernt werden konnte (R1, R2)


Manchmal müssen noch weitere Kriterien zur Entscheidungshilfe hinzugezogen werden. Diese werden mit der betroffenen Patientin durch den Strahlentherapeuten im persönlichen Beratungsgespräch besprochen.

Hypofraktionierung

Die Durchführung der hypofraktionierten Bestrahlung der Brust ist bei uns ebenfalls möglich. Ziel ist es, bei guter Verträglichkeit der Strahlentherapie den Behandlungszeitraum deutlich zu verkürzen. Diese Behandlungsoption muss für jede Patientin individuell geprüft werden. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gern.

Hautpflege während der Bestrahlungstherapie

Die Hautpflege während der Strahlenbehandlung wird beim Aufklärungsgespräch durch den Arzt ausführlich erläutert (hier mehr)

Um mögliche, unerwünschte Nebenwirkungen, wie z.B. gerötete, trockene Haut oder kleine Risse in der Haut möglichst früh zu erkennen, erfolgt mindestens einmal pro Woche ein Gespräch einschließlich körperlicher Untersuchung mit einem Arzt direkt nach der Bestrahlung.

Brustkrebs.

Wir begleiten Sie auf Ihrem Weg.

 
 
 
 

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